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Jesaja 53 vor der Zeit des Rabbiners Raschi

 

Dmitrij Resnik

Alle jüdischen Bibelausleger (des Alten Testaments) vor der Zeit von Raschi meinen, dass Kapitel 53 von Jesaja sich auf den Messias bezieht.

 

MOSCHE ALSCHECH, 16. Jahrhundert

Die Verse dieses Kapitels sind nur mit großer Mühe zu strukturieren, damit man klar den Zusammenhang und die Einheit der Bestandteile dieses Kapitels vom Anfang bis zum Ende nachvollziehen kann. Ich kann mir vorstellen, wie die Kommentatoren dieses Fragments der Schrift „ackerten und pflügten“, ohne zu einer einheitlichen Meinung bezüglich des benannten Themas zu kommen und ohne die Ordnung der Wörter letztendlich zu entschlüsseln.

Deshalb trete ich in ihre Fußstapfen mit einem Gefühl der tiefen Demut, ohne die Weisheit für mich zu beanspruchen. Meine Absicht besteht nur in dem Versuch, den Sinn des vorliegenden Kapitels mit Hilfe des einfachen und klaren Herangehens darzulegen und im Einklang mit der buchstäblichen Bedeutung des Textes. Denn so soll jeder an die Sache herangehen, der die richtige Verbindung zwischen verschiedenen Wörtern und  Abschnitten feststellen will und auch, inwiefern diese oder jene Erläuterung bzw. Auslegung richtig oder falsch ist.

Möglicherweise ist es wichtig zu  bemerken, dass unsere Rabbiner die Meinung einstimmig annehmen und unterstützen, dass der Prophet Jesaja hier über den Messias spricht (und wir werden an diesem Standpunkt auch festhalten), denn der Messias ist zweifellos David, der, wie allen bekannt ist, gesalbt wurde, und es gibt einen Vers, in dem der Prophet, der im Namen Gottes spricht, öffentlich ausruft: "Und mein Knecht David soll ihr König und ihrer aller einiger Hirte sein. Und sie sollen wandeln in meinen Rechten und meine Gebote halten und darnach tun." (Hes. 37:24). Deshalb kann der Ausdruck "mein Knecht" mit aller Gewissheit auf David bezogen werden, da, was hier klar ist, den verborgenen Sinn oder die Unklarheit in einem anderem Abschnitt erklären kann.

Unsere Rabbiner behaupten, dass von allen Leiden, die in diese Welt kamen, ein Teil für David und die Vorväter vorherbestimmt war, ein Teil für die Generation der Vertriebenen, und der dritte Teil – für den Messias. Bei der näheren Betrachtung des Sinnes dieser Behauptung werden wir sehen, dass es sowohl Strafen für vollbrachte Übeltaten als auch "Strafen der Liebe“ gibt. Diese „Strafen der Liebe“ fallen den Gerechten zu und werden von ihnen für die Übeltaten ihrer eigenen Generation ertragen. Die, die nicht wissen, wie groß die Belohnung der Gerechten ist, können von solcher Sachlage verwundert sein; sie können die Tatsache unter Zweifel stellen, dass Gott wirklich auf einen gerechten und nicht sündigenden Menschen in jeder Beziehung zornig sein, und auf ihn die Verbrechen der Sünder legen kann, und dass Gott es mit Absicht tut, damit die Sünder sich freuen können und dieser gerechte Mensch leidet, damit die Sünder in der Kraft wachsen, während er (dieser Gerechte) zerschmettert und bestraft wird, sodass die Sünder anlässlich seiner Not jubeln und ihn verspotten, sich über seinen Kummer während ihrer Festmahle lustig machen, wobei dieser Gerechte für ihre Sünden leidet und bestraft wird.
"Siehe, mein Knecht (der Messias) wird erfolgreich sein" - dieses Wohlgefallen wird sich durch vier Welten erstrecken, und zwar durch die niedrigste Welt, die Welt der Engel, die Welt der Sterne und durch die höchste Welt, und dieses Wohlgefallen wird ihn in gleicher Maße in jeder dieser Welten begleiten. Er wird "der Höchste" in dieser Welt sein, er wird in der Welt der Sterne "erhöht" sein und  er wird "hoch" in der Welt der Engel sein, und zwar "sehr hoch", da dieses Wohlgefallen ihn auch in der höchsten der Welten, in der Anwesenheit Gottes, begleiten wird. Es stimmt mit dem Ausspruch der Rabbiner anlässlich des zweiten Psalms (Vers 8) überein, dass er "wie ein Lieblingssohn, der sich angesichts des Schöpfers freut“ sein wird. Deshalb sagt Er: "Bitte/Erbete bei Mir..." (Ps. 2:8), – aufgrund der Segen, die für ihn in jeder der vier Welten vorherbestimmt sind...

Laut Schrifttext (siehe Jesaja 52:13) soll er majestätischer "als die Engel" sein, aufgrund dessen, dass sie "Größe und Furcht hatten". Es bedeutet, dass sie trotz ihrer hohen Position andachtsvoll vor dem Allmächtigen Gott zitterten und sie nicht wagten – wie der Gerechte, der "vor Seinem Antlitz zu spielen, wie ein Sohn angesichts seines Vaters spielt" –, ihre Bitten bzw. ihr Erbitten an den Schöpfer zu richten...

Er war also "erniedrigt und missachtet" in seinen eigenen Augen, und "wir hielten von ihm nichts", obwohl er in Wirklichkeit nicht der Grund war, warum wir uns von ihm abwendeten; es  lag nicht an ihm, sondern an den Menschen, denn die folgenden Verse verraten uns, dass er bereit war, unsere Krankheiten zu tragen: „Er hat unsere Krankheiten getragen“.

Jedoch meinten wir, dass er sie nicht freiwillig getragen hat, sondern dass er für seine eigenen Sünden bestraft wurde und auf keine Weise aus Liebe zu uns. Aber "Er war bestraft, verwundert für unsere Sünden", und deshalb wurde er "von der Krankheit" gebrochen; er wurde zum Mann der Trauer, gequält für unsere Gesetzlosigkeit, und von der Armut "getroffen", weil "die Strafe unserer Welt auf Ihm war".

"Wir wanderten alle wie Schafe", – gerade wie Schafe, die dem folgen, der sie führt, so dass, wenn der Vorangehende vom Weg abkommt, sich alle anderen zusammen mit ihm verirren, weil eine Herde die Einheit ist, wie die Rabbiner sagen: "Wenn der Hirte auf die Herde zornig ist, verblendet er ihren Anführer" (Baba Kama 52а). Aber aus den Worten: "Jeder hat sich auf seinem eigenen Weg verirrt“ wird klar, dass wir in eine andere Situation geraten sind, und dass unser Zustand eine direkte Konsequenz der konkreten Handlungen jedes einzelnen Menschen war. Wenn es nicht so wäre, wäre unsere Schuld bei Weitem nicht so riesig. Aber denken Sie jetzt an die Gnade Gottes: Nachdem jeder von uns vom Wege abgekommen ist, könnte man erwarten, dass Er jeden einzelnen Menschen bestrafen würde. Jedoch hat Gott es nicht so geplant. Im Gegenteil - Er hat uns als einen Menschen betrachtet, und Er hat unsere Sünden zusammengelegt "und sie auf den Gerechten gelegt, der sie tragen konnte, was nicht möglich wäre, wenn jedem einzelnen Menschen seine eigenen Sünden und  Übeltaten in Rechnung gestellt würden“ (Jesaja 53:6).

IJEFET BEN ALI, 10. Jahrhundert

Was mich anbetrifft, so bin ich neben Benjamin aus Negawenda geneigt, dieses Kapitel wie einen Hinweis auf den Messias zu betrachten. Es stellt einen einleitenden Teil dar und beinhaltet die Beschreibung seiner Lage in der Vertreibung von der Geburt bis zum Eintritt auf den Thron.

Die Wörter "mein Knecht" beziehen sich sowohl auf den Messias als auch auf seinen Urahnen im Vers "Ich schwor David, meinem Knecht“.

... Mit den Worten: "Er hat unsere Krankheiten getragen" (Vers 4) versteht man, dass jene Krankheiten und der Schmerz, die er ertragen musste, von den Menschen verdient waren, aber er hat an ihrer Stelle diese Leiden getragen. Die Worte "und wir missachteten ihn“ bzw. „für nichts gehalten haben" sagen aus, dass sie seine eigenen Sünden für den Grund der Erniedrigung durch Gott hielten. Dies wird aus den folgenden Worten deutlich: "er ist von Gott bestraft und erniedrigt" und „wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und geplagt“.

Und hier, denke ich, ist es notwendig, kurz stehen zu bleiben, um zu erklären, warum Gott auf den Messias die Krankheiten gelegt und ihn gezwungen hat, für Israel zu leiden. Es ist üblich zu meinen, dass Gott den Menschen die herausragende Rolle der Propheten gegeben hat, die ihnen das Wort Gottes predigen und für sie am Tag ihrer Not eine Fürsprache halten. Dabei kann diese Fürsprache in zwei verschiedenen Formen stattfinden. In den Zeiten des Israelischen Königreichs äußerte sich diese Fürsprache im Gebet und im Eintreten für das Volk vor Gott, wie es bei Mose, Aaron, Samuel, David, Elija und Elesia geschehen war; ihre Gebete für das Volk wurden von Gott angenommen. Zu den Zeiten der Gefangenschaft und der immer größeren Sünden nahm die Fürsprache der Propheten eine ganz andere Form an. Jedoch ungeachtet dessen wurde die Last der Sünden des Volkes leichter. So war es mit Hesekiel, als Gott ihm befahl, 390 Tage im Schlaf zu verbringen, wobei der Prophet zuerst nur auf der linken Seite liegen durfte, und dann sollte er 40 Tage auf der rechten Seite liegend schlafen (Hes. 4:4). Im ersten Fall trug er die Bestrafung für die Gesetzlosigkeit des Hauses Israel und im zweiten hat er für die Gesetzlosigkeit des Hauses Juda gelitten.

Das Volk hat eine härtere Strafe Gottes verdient, als es sie wirklich ertragen konnte. Der Prophet sah, dass das Volk nicht stark genug war, um diese verdiente Strafe zu ertragen bzw. durchzustehen – so spricht der Prophet Amos: "Ach Herr, HERR, sei gnädig! Wer will Jakob wieder aufhelfen? denn er ist ja gering.“ (Amos 7:2) – und deshalb rief der Prophet zu Gott und bat Ihn um eine Milderung der Strafe.

Infolge dessen, dass jetzt in den letzten Tagen der Gefangenschaft, wenn kein neuer Prophet für das Volk am Tag der Not, d.h. am Tag des Zornes und der Wut Gottes, aufstehen soll, hat Gott Seinen Diener bestimmt, der die Sünden des Volkes tragen soll, damit dadurch Seine Strafe gemildert wird und Israel nicht völlig vernichtet wird. Aus den Worten "Er wurde für unsere Sünden bestraft" erfahren wir also zwei Sachen: erstens, dass Israel viele Sünden und Verbrechen begangen hat, was zur Gottesentrüstung geführt hat, und zweitens, dass dank des Messias, der die Last der Sünden Israels auf sich nehmen soll, das Volk vor dem vorbestimmten Zorn Gottes gerettet wird, und somit die Möglichkeit erlangt, dem Zorn Gottes nicht zu erliegen bzw. ihn zu überstehen oder nicht daran zu sterben, wie es in der Heiligen Schrift  steht: "durch Seine Wunden wurden wir geheilt" (Vers 5).

... Es wurde gesagt: "Gott hat unsere Sünden auf Ihn gelegt" – und der Prophet wiederholt hier denselben Gedanken, dass es Gottes Wille war, ihm die Wunden und Krankheiten aufzuerlegen, aber nicht als Folge seiner eigenen Sünden. Weiter sagt der Prophet: "Aber dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen, er ließ ihn leiden. Wenn er seine Seele zum Schuldopfer gegeben hat... " (Jesaja 53:10) und zeigt, dass die Seele des Messias durch den Wunsch bewegt wurde, die Schuld Israels zu übernehmen bzw. auf sich zu nehmen, wie es geschrieben steht:" Er aber hat die Sünde vieler getragen…" (Jesaja 53:12).

ZOHAR (hebr. „[strahlender] Glanz“)

Die Kinder der Welt sind in Bezug zueinander Glieder eines Ganzen. Wenn der Heilige Geist Heilung in die Welt bringen will, dann trifft Er den Gerechten unter ihnen und ihm zuliebe heilt Er die anderen. Woher können wir es erkennen? Aus der folgenden Bibelstelle: "Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.“ (Jesaja 53,5) Mit anderen Worten: Durch das Vergießen seines Blutes, wie durch den Verlust einer Hand in einer Schlacht im Namen des Sieges, so ist die Heilung zu uns gekommen wie zu den einzelnen Gliedern eines Körpers. Und überhaupt wird der Gerechte mit einem einzigen Ziel bestraft: die Heilung und die Sühne einer ganzen Generation.


MOSCHE KOHEN IBN KRISSPIN, 14. Jahrhundert n.Chr.
Ich bin sehr froh über die Möglichkeit, das vorliegende Kapitel zu deuten und es entsprechend der Lehre unserer Rabbiner zu tun, das heißt, es als ein Kapitel über den Messias zu deuten. Je nach meinen Kräften werde ich mich bemühen, an der buchstäblichen Bedeutung des Textes festzuhalten, was mir vermutlich ermöglichen wird, die künstlichen, gespannten Deutungen zu vermeiden, die den anderen Bibelauslegern zum Vorwurf gemacht werden.

"Doch wahrlich, unsere Krankheit trug er, und unsere Schmerzen lud er auf sich… (Jesaja 53, Vers 4). Diese Wörter erklären den Grund seiner Leiden. Alle diese Leiden werden auf ihn fallen infolge seiner tiefen Trauer und Trübsal anlässlich unserer Krankheiten, die von unseren Sünden verursacht wurden. Es ist, als hätte er alle Krankheiten und Strafen getragen, die uns gelten. Das Verb "tragen" kann auch "entfernen" oder "verzeihen"  bedeuten, wie wir im 2. Buch Mose, Kap. 17, Vers 10 lesen. Durch sein Mitleid und seine Gebete für uns wird er unsere Sünden büßen. "Doch wahrlich, unsere Krankheit trug er " wie eine Last auf den Schultern, und ihre ganze Schwere wird er auf sich tragen. "Wir aber, wir hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und niedergebeugt.“ Es ist unmöglich zu glauben, dass irgendjemand von den Menschen bereit ist, solchen Schmerz und Kummer zu ertragen, die ihn so verunstalten könnten, sogar wenn es um seine eigene Kinder ginge, und um so weniger, wenn es um die Interessen des Volkes ginge. Uns kommt es vor, als wären ihm solche schrecklichen Leiden als Strafe für seine eigenen zahlreichen Sünden und Fehler auf die Schulter gelegt worden, und deshalb hielten wir ihn "… für bestraft, von Gott geschlagen und geplagt". Aber so ist es nicht. Diese Leiden sind nicht die Strafe, die von Gott geschickt wurde, denn "er war durchbohrt um unserer Übertretung willen, zerschlagen um unserer Sünden willen", und er hat sich diesen Qualen, die von uns verschuldet waren, wie eine gebärende Frau unterzogen.  "Als wir mit ihm verbunden wurden, wurden wir geheilt.“ Ungeachtet seiner äußersten Leiden durch Schmerz und Krankheiten wurden wir trotzdem dank unserer Nähe zu ihm und der Einheit mit ihm von allen Krankheiten geheilt, die durch unsere Nöte verursacht wurden. Gott sollte ihm Seine Gnade zugänglich machen und ihn für seine freiwilligen Leiden, die er an unserer Stelle ertragen hat, verschonen, und uns dadurch heilen.

Wie die Schafe, die keinen Hirten haben, orientierungslos in einem Tal herumirren, so ging auch jeder von uns seinen eigenen Weg und war mit seinen eigenen Sorgen beschäftigt, und keiner von uns war daran interessiert, Gott zu dienen. Unsere Übeltaten waren zu groß, dass sie hätten verziehen werden können, und weil wir in der Zerstreuung waren und uns damit die äußerste Strafe zugezogen hatten, so schien es, als wäre die Strafe, die wir eigentlich verdient hätten, von Gott auf ihn gelegt worden.

Diese Verheißung wurde durch Jesaja nach dem göttlichen Befehl mit dem Ziel gegeben, uns einige Offenbarungen zu vermitteln über die Zukunft des Messias, der kommen soll, um Israel zu retten, sowie über sein Leben ab dem Tag seines Erscheinens im erwachsenen Alter und bis zu seiner Ankunft als Erlöser. Sie wurde gegeben, damit wir bei der Erscheinung des Messias bei aufmerksamer Betrachtung einschätzen können, ob er irgendwelche Ähnlichkeit mit den Eigenschaften, die von Jesaja beschrieben wurden, hat. Und wenn es eine solche Ähnlichkeit geben sollte, so könnte man daran glauben, dass er der Messias ist. Und wenn es diese Ähnlichkeit nicht gibt, so müssen wir nicht daran glauben.

JOSEF ALBO
Manchmal fallen die Unglücke auf Gerechte, aber nicht als persönliche Strafe, sondern für eine ganze Nation, damit deren Strafe gesühnt wird. Und es geschieht deshalb, weil Gott diese Welt erhalten möchte, denn Er weiß, dass der Gerechte diese Leiden mit Freude und ohne Murren ertragen wird. Deswegen schickt Er Leiden auf Gerechte als Vergeltung für das Übel, das andernfalls unvermeidlich auf den Schultern einer ganzen Nation gelegen hätte. Gerade das meinen unsere Rabbiner, wenn sie sagen: "Der Tod der Gerechten bringt die Sühne" (Mojed Katan 28а).


MIDRASCH
Das Wort "Komm hierher" (Ruth 2:14 „Und zur Essenszeit sprach Boas zu ihr: Komm her und iss von dem Brot und tunke deinen Bissen in den Essig!“) bezieht sich auf den Messias. "Komm hierher" bedeutet: „Nähere dich dem Reich“. "Und iss das Brot", das heißt das Brot des Reichs; "und tränke dein Bissen in Essig" bezieht sich auf den Leiden, wie es gesagt worden ist: "Aber er ist um unserer Missetat willen verwundet und um unserer Sünde willen zerschlagen." (Jesaja 53:5). (Ruth Rabba 5,6)
Rabbi Guna, mit Verweis auf den Rabbiner Idi, hat gesagt: "Die Leiden sind in drei Teilen aufgeteilt: ein Teil für David und die Patriarchen, der andere für unsere eigene Generation der Vertriebenen, und der dritte Teil für den Messias, so wie es geschrieben steht:"Um unsrer Sünde willen zerschlagen."(Jesaja 53:5). Und wenn diese Stunde kommt, spricht der Heilige Gott – Sein Name möge gesegnet sein! – soll ich ihm etwas Neues erschaffen, wie es auch geschrieben steht: „Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.“(Psalm 2:7)

(Midrasch Tegillim zu Psalm 2, und Midrasch Schmuel, Kapitel 19; mit der Lesung von Jalkuta II, 620)

 

DIE LITURGIE FÜR DEN ZUSÄTZLICHEN GOTTESDIENST ZU JOM KIPPUR

Unser gerechter Messias hat uns verlassen, der Schrecken hält uns im Schraubstock, und es ist keiner da, der uns rechtfertigen und befreien kann. Er hat das Joch unserer Sünden und unserer Verbrechen getragen. Auf seinen Schultern trägt er die Last unserer Sünden, damit für alle unsere Übeltaten die Verzeihung erlangt werden kann. Wir werden durch seine Wunden geheilt werden. O, Großer Gott! Die Zeit ist gekommen, dass Du ihn erneut erschaffst! (Elijeser ha-Kalir, 9. Jahrhundert oder später).

 

BABYLONISCHER TALMUD

Der Messias – wie ist sein Name? ... Die Rabbiner sagen: "Der aussätzige Lehrer ist sein Name, wie es gesagt worden ist: unsere Krankheit trug er …, wir aber hielten ihn für bestraft, von Gott geschlagen und geplagt." (Jesaja 53:4) (Sangedrin 98б)

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