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Israel – Wem gehört das Land?

 

Loren Jacobs

[Dieser Artikel beruht auf „Seven Facts About Israel“, dessen Autor bis jetzt unbekannt ist.]

Zwei Völker beanspruchen dasselbe Land im Nahen Osten. Die konkurrierenden  Ansprüche des jüdischen Volkes und der arabischen und islamischen Völker führten zu einer Reihe von Kriegen. Unstimmigkeiten bezüglich des Landes führen zu weiteren Kriegen und verwickeln weitere Nationen. Israel ist ein internationaler Krisenherd, der die weltweite Stabilität gefährdet.

 

Wem gehört das Land? Gehört es zu Israel, zu den Palästinensern, oder beiden? Wer hat das Recht, darüber zu entscheiden? Israel? Die Arabische Liga? Die USA? Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen? Die Generalversammlung der Vereinten Nationen? Wie soll darüber entschieden werden? Mit dem Koran? Anhand der unterschiedlichen historischen Ansprüche? Durch Abstimmung? Durch einen Krieg? Wenn das Wort Gottes mit Autorität zu einem Thema spricht, dann kann nichts hinzugefügt werden. Der Schöpfer dieser Erde hat viel zu sagen über das Land und das Volk Israel in Seiner übernatürlichen Offenbarung, der Bibel, die das Wort Gottes ist.

 

Die Juden sind das auserwählte Volk: Nach der Sünde von Adam und Eva verkamen die Menschen derart, dass Gott der HERR die frühere Welt durch die Sintflut vernichtete. Noah und seine Familie kannten den Herrn und wurden verschont, aber, nachdem sie die Arche verließen und die Welt neu bevölkerten, verließen ihre Nachkommen Gott, dienten fremden Göttern, wurden pervers und böse. Dann schuf Gott eine besondere Nation, dass sie ein Licht für die anderen Nationen würde, dass sie den einen Gott verkünden und ihnen zeigen sollte, wie sie sich mit Ihm versöhnen und geheilt werden könnten. Mit Israel kamen die Erzväter, die Apostel und Propheten, und die von Gott inspirierten Schriften, die uns alles lehren, was wir brauchen, damit wir wissen, wie wir Gott gefällig leben und ein erfülltes Leben führen können. Mit den Juden kam der Messias, der unsere Erlösung, unsere Versöhnung mit Gott und ewiges Leben möglich machte!

Das Land Israel gehört Gott: „Des HERRN ist die Erde und ihre Fülle, die Welt und die darauf wohnen.“ (Ps 24:1) Da die ganze Erde Gott gehört, hat Er das Recht, sie nach Seinem Willen aufzuteilen.

 

Um unserer Berufung als Licht für die Nationen gerecht zu werden, braucht das Auserwählte Volk ein auserwähltes Land; so wählte der Gott Israels aus strategischen Gründen das Land Israel für das Volk Israel: „Das ist Jerusalem! Mitten unter die Nationen habe ich es gesetzt und Länder rings um es her.“ (Hes 5:5, auch 38,2) Das Land, das Gott für uns aussuchte, liegt in der Mitte der Nationen der Welt und verbindet den europäischen, den afrikanischen und den asiatischen Kontinent. Aufgrund dieser strategischen Lokalisierung steht das jüdische Volk in exponierter Lage zu allen Nationen dieser Welt. Der Schöpfer gab den einzelnen Nationen ihr Land aufgrund des Rechtes des jüdischen Volkes auf das Land Israel! „Als der Höchste den Nationen das Erbe austeilte, als er die Menschenkinder voneinander schied, da legte er fest die Grenzen der Völker nach der Zahl der Söhne Israel.“ (5 Mose 32:8)

 

In einem ewig währenden Bund wurde das Land Israel Abraham und seinen Nachkommen zum ewigen Besitz geschenkt: „Und der HERR erschien dem Abram und sprach: Deinen Nachkommen will ich dieses Land geben.“ (1 Mose 12:7) Außerdem sagte er zu Abraham: „Und ich werde meinen Bund aufrichten zwischen mir und dir und deinen Nachkommen nach dir durch alle ihre Generationen zu einem ewigen Bund, um dir Gott zu sein und deinen Nachkommen nach dir. Und ich werde dir und deinen Nachkommen nach dir das Land deiner Fremdlingschaft geben, das ganze Land Kanaan, zum ewigen Besitz.“ (1 Mose 17:7-8)

 

Auch wenn Abraham mehrere Söhne hatte, wurde das Land nicht Ismael oder einem anderen Sohn Abrahams gegeben, sondern allein Isaak: „Und Abraham sagte zu Gott: Möchte doch Ismael vor dir leben! Und Gott sprach: Nein, sondern Sara, deine Frau, wird dir einen Sohn gebären. Und du sollst ihm den Namen Isaak geben! Und ich werde meinen Bund mit ihm aufrichten zu einem ewigen Bund für seine Nachkommen nach ihm.“ (1 Mose 17:18-19) Gott lehnte Abrahams Bitte ab, Ismael als Erbe einzusetzen und setzte Isaak an seine Stelle. Jahre später erschien der HERR Isaak und sagte: „ … dir und deinen Nachkommen werde ich alle diese Länder geben, und ich werde den Schwur aufrechterhalten, den ich deinem Vater Abraham geschworen habe. Und ich werde deine Nachkommen zahlreich machen wie die Sterne des Himmels und deinen Nachkommen alle diese Länder geben; und mit deinen Nachkommen werden sich segnen alle Nationen der Erde.“ (1 Mose 26:3-4) Da Abraham wusste, dass Isaak Erbe in diesem Bund war, der das Land Israel einschloss, gab er ihm alles, was er besaß. Er ließ seine anderen Söhne nicht mit leeren Händen da stehen, aber er schickte sie in östliche Gebiete, denn er wollte nicht, dass der Erbe des Bundes mit seinen Geschwistern wegen des Landes Israel in Konflikt gerät (1 Mose 25:5-6).

Obwohl Isaak zwei Söhne hatte, wurde das Land nicht Esau, sondern Jakob gegeben. Eines Nachts, als er vor seinem Bruder Esau auf der Flucht war, hatte Jakob einen Traum. In diesem Traum sagte ihm der Herr: „Ich bin der HERR, der Gott deines Vaters Abraham und der Gott Isaaks; das Land, auf dem du liegst, dir will ich es geben und deiner Nachkommenschaft.“ (1 Mose 28:13) Gott erschien Jakob später noch einmal und sagte zu ihm: „Und das Land, das ich Abraham und Isaak gegeben habe, dir will ich es geben, und deinen Nachkommen nach dir will ich das Land geben.“ (1 Mose 35:12) Diese Verheißung ist die Geschenkurkunde des Landes Israel an die Nachkommen Jakobs, an das jüdische Volk von heute.

 

Zusätzlich zu diesem ewigen Bund (der das Land beinhaltet) schwor Gott, das Land dem jüdischen Volk zu geben. Man muss wissen, dass es unserem treuen Gott unmöglich ist, Sein Wort zu brechen (s. Hebr 6:16-18). Dieser Eid wird in den Schriften mehr als vierzig mal wiederholt. Hier nur ein Beispiel: „Er gedenkt ewig seines Bundes - des Wortes, das er geboten hat auf tausend Generationen hin -, den er gemacht hat mit Abraham, und seines Eides an Isaak. Er richtete ihn auf für Jakob zur Ordnung, Israel zum ewigen Bund, indem er sprach: Dir will ich das Land Kanaan geben als euch zugemessenes Erbe.“ (Ps 105:8-11) Es gibt keine andere Stelle, wo so viele Worte gebraucht werden, um Gottes unzerbrechliche Treue mit Israel zum Ausdruck zu bringen: Bund, Wort, gebieten, tausend Generationen, Eid, Ordnung, ewiger Bund. Man muss unendlich voreingenommen sein oder es vorsätzlich ignorieren wollen, wenn man nicht versteht, dass Gott dem jüdischen Volk mit starken Worten das ewige Recht auf das Land Israel zusichert.

 

Es gibt keinen Zweifel in Bezug auf Israels Gott gegebenen Grenzen, denn sie werden in den Schriften ausführlich beschrieben: „Und der HERR sprach zu Abram, nachdem Lot sich von ihm getrennt hatte: Erheb doch deine Augen, und schaue von dem Ort, wo du bist, nach Norden und nach Süden, nach Osten und nach Westen! Denn das ganze Land, das du siehst, dir will ich es geben und deinen Nachkommen für ewig. Und ich will deine Nachkommen machen wie den Staub der Erde, so dass, wenn jemand den Staub der Erde zählen kann, auch deine Nachkommen gezählt werden. Mache dich auf, und durchwandere das Land seiner Länge nach und seiner Breite nach! Denn dir will ich es geben.“ (1 Mose 13:14-17) „An jenem Tag schloss der HERR einen Bund mit Abram und sprach: Deinen Nachkommen habe ich dieses Land gegeben, vom Strom Ägyptens an bis zum großen Strom, dem Euphratstrom.“ (1 Mose 15:18) „Und ich werde deine Grenze festsetzen: Sie soll reichen vom Schilfmeer bis an das Meer der Philister und von der Wüste bis an den Strom.“ (2 Mose 23:31) Daher müssen wir den Schluss ziehen, dass das ganze Land Israel, einschließlich Judäa, Samaria (die sogenannte „West Bank“), Gaza, die Golanhöhen und ganz Jerusalem von Gott dem Volk Israel für ewig gegeben wurde. Uns, und uns allein als ewige Erben, wurde die Bezeichnung „Land Israel“ vom Herrn gegeben. Keine menschliche Regierung oder Staatskoalition hat das Recht oder die Autorität, Teile des Landes Israel an sonst jemanden abzutreten. 

 

Israels Sünde und das daraus resultierende Exil aus dem Land Israel haben niemals den Bund Gottes mit Seinem auserwählten Volk ungültig gemacht oder unsere Rechte in Bezug auf das Land Israel endgültig außer Kraft gesetzt: „Aber selbst auch dann [durch Israels Ungehorsam], wenn sie in dem Land ihrer Feinde sind, werde ich sie nicht verwerfen und sie nicht verabscheuen, ein Ende mit ihnen zu machen, meinen Bund mit ihnen ungültig zu machen; denn ich bin der HERR, ihr Gott. Und ich werde zum Guten für sie an meinen Bund mit den Vorfahren denken [was das Land Israel beinhaltet].“ (3 Mose 26:44-45)  Der Herr versprach uns, dass unsere Wegführung von Israel zeitlich begrenzt sein würde!

In 5 Mose 30:1-5 sagte Mose voraus, dass wir eine Zeit des Gehorsams und des Segens im Land haben würden, danach eine Zeit des Ungehorsams und des Exils aus dem Land, gefolgt von einer geistlichen Erneuerung zu Gott und einer physischen Erneuerung des Landes: „Und es wird geschehen, wenn all diese Worte über dich kommen, der Segen und der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du es dir zu Herzen nimmst unter all den Nationen, wohin der HERR, dein Gott, dich verstoßen hat, und du umkehrst zum HERRN, deinem Gott, und seiner Stimme gehorchst nach allem, was ich dir heute befehle, du und deine Kinder, mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele, dann wird der HERR, dein Gott, dein Geschick wenden und sich über dich erbarmen. Und er wird dich wieder sammeln aus all den Völkern, wohin der HERR, dein Gott, dich zerstreut hat. Wenn deine Verstoßenen am Ende des Himmels wären, selbst von dort wird der HERR, dein Gott, dich sammeln, und von dort wird er dich holen. Und der HERR, dein Gott, wird dich in das Land bringen, das deine Väter in Besitz genommen haben, und du wirst es in Besitz nehmen.“  Dem selben Volk, das Gott zerstreute, versprach Er, es wieder in dem Land ihrer Väter zu sammeln. Das Volk, das wieder gesammelt wurde, ist das jüdische Volk.

 

In Seinem prophetischen Wort versprach Gott, uns „in unserem Land“ wieder zu sammeln: „Und ich werde euch aus den Nationen holen und euch aus allen Ländern sammeln und euch in euer Land bringen... Und ihr werdet in dem Land wohnen, das ich euren Vätern gegeben habe.“ (Hes 36:24, 28) Hesekiel prophezeite auch: „So spricht der Herr, HERR: Siehe, ich nehme die Söhne Israel aus den Nationen heraus, wohin sie gezogen sind, und ich sammle sie von allen Seiten und bringe sie in ihr Land.“ (Hesek 37:21) Der Herr betrachtet dieses besondere Land als allein dem jüdischen Volk zugehörig. Jeremia fügt hinzu: „Darum siehe, Tage kommen, spricht der HERR, da wird man nicht mehr sagen: So wahr der HERR lebt, der die Söhne Israel aus dem Land Ägypten heraufgeführt hat! - sondern: So wahr der HERR lebt, der die Söhne Israel aus dem Land des Nordens heraufgeführt hat und aus all den Ländern, wohin er sie vertrieben hatte! Und ich werde sie in ihr Land zurückbringen, das ich ihren Vätern gegeben habe.“ (Jer 16:14-15) Der Herr versprach, dass Er das zerstreute jüdische Volk zu dem Land ihrer Vorväter – Israel – zurückbringen würde, und diese Zurückführung zu unserem Land würde größer sein als der Auszug aus Ägypten!

 

Gott, der zu uns durch den Propheten Hesekiel sprach, teilt uns mit, dass dieses Land speziell für das jüdische Volk reserviert ist: „Ihr aber, Berge Israels, ihr werdet für mein Volk Israel eure Zweige treiben und eure Frucht tragen, denn sie sind nahe daran zu kommen. Denn siehe, ich werde zu euch kommen, und ich will mich zu euch wenden, und ihr werdet bebaut und besät werden. Und ich werde die Menschen auf euch vermehren, das ganze Haus Israel insgesamt; und die Städte werden wieder bewohnt sein und die Trümmerstätten aufgebaut werden.“ (Hesek 36:8-10) Vor 2500 Jahren sagte uns Hesekiel, dass in den letzten Tagen das jüdische Volk unserem Land zurückgegeben sein würde. Das Land würde erfolgreich sein und die jüdische Bevölkerung stark zunehmen. Im letzten Jahrhundert wurden diese Worte erfüllt. Genau wie der Herr es sagte, erlebte das Land Israel, das für Jahrhunderte brach lag, wie immer mehr Kinder Israels zu unserer Heimat zurückkamen, die Städte wieder bevölkerten und das Land bebauten.

 

In Seinem prophetischen Wort nannte Gott dieses wiederhergestellte Land „Israel“ – nicht „Palästina“: „Siehe, ich öffne eure Gräber und lasse euch aus euren Gräbern heraufkommen als mein Volk und bringe euch ins Land Israel.“ (Hesek 37:12) Der Name „Palästina“ kommt von den Philistern, den früheren Feinden des jüdischen Volkes. „Palästina“ war der Ersatzname, den die Römer Israel gaben, als sie uns erobert hatten. Im ganzen Wort Gottes aber wird dieses Land immer Israel genannt – nie Palästina.

 

Das Wort Gottes sagt uns prophetisch, dass das jüdische Volk in einem Zustand des Unglaubens  in unser Land zurückgebracht wird, bevor der Messias Jeschua wiederkommt. Einer materiellen Erneuerung des Landes Israel soll eine geistliche Erneuerung zurück zu Gott, dem Gott Israels, folgen. Der Herr versprach uns: „Und ich werde euch aus den Nationen holen und euch aus allen Ländern sammeln und euch in euer Land bringen. Und ich werde reines Wasser auf euch sprengen, und ihr werdet rein sein; von all euren Unreinheiten und von all euren Götzen werde ich euch reinigen. Und ich werde euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres geben; und ich werde das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Und ich werde meinen Geist in euer Inneres geben; und ich werde machen, dass ihr in meinen Ordnungen lebt und meine Rechtsbestimmungen bewahrt und tut. Und ihr werdet in dem Land wohnen, das ich euren Vätern gegeben habe, und ihr werdet mir zum Volk, und ich, ich werde euch zum Gott sein.“ (Hesek 36:24-28) Die Vision der trockenen Knochen (Hesek 37:1-14) verkündet uns dieselbe Botschaft. Die trockenen Knochen symbolisieren das jüdische Volk. Wir sind in einem geistlichen Todeszustand unter den Nationen. Der Herr versprach, uns aus der Grube unter den Nationen herauszuholen und uns zu Israel zurückzuführen. Nachdem wir zurückgebracht werden, fügen sich die Knochen aneinander zusammen und Sehnen, Fleisch und Haut wachsen über den Knochen. Dies symbolisiert die materielle Erneuerung des jüdischen Volkes und die Neugründung der Nation Israel. Das Problem besteht darin, dass die Erneuerung nicht vollständig sein sollte. Es sind Körper, aber diese Körper sind ohne Odem – nicht vollkommen am Leben. Dann kommt der Odem (der Heilige Geist) und gibt den Körpern das volle Leben. Dies symbolisiert geistliche Erneuerung und geistliches Leben. So kommt zuerst die materielle Zurückführung des jüdischen Volkes in unser Land. Danach empfangen wir den Heiligen Geist, der uns geistliches Leben gibt und uns wieder mit Gott verbindet. Es ist Gottes verkündete Absicht, uns zuerst zu unserem Land zurückzuführen, und uns danach neues geistliches Leben zu schenken. Kein Mensch, keine Nation sollte es wagen, diesem gottgewollten Plan für Sein auserwähltes Volk und für ihr Land zu widerstehen oder ihn zu verhindern.

 

Der Sohn Gottes selbst verkündete schon im Voraus, dass Jerusalem zerstört sein würde, weil die Mehrheit in Israel nicht glaubte, dass Er der Messias war, und dass das Volk unter den Nationen zerstreut werden sollte. Sie sollten aber schließlich ins Land Israel zurückkehren (Lk 21:23-24).

 

Diese Verheißung fing 70 n. Ch. an, als Jerusalem zerstört wurde, und dann wieder 135 n. Ch., als der zweite jüdische Aufstand gegen das römische Reich niedergeschlagen wurde. Wir wurden unter den Nationen zerstreut und verloren die politische Kontrolle über Jerusalem und Israel. In den letzten 2000 Jahren gab es trotzdem immer einige Juden, die in Israel geblieben waren. In den Jahren um 1880 nahm die prophezeite Rückführung des jüdischen Volkes Gestalt an, und nun gibt es eine neue Nation Israel mit Jerusalem als Hauptstadt, mit 5,5 Millionen Juden aus mehr als 70 Ländern – genauso wie der Messias Israels es vorausgesagt hatte.

 

Und erstaunlicherweise wurde unsere ursprüngliche hebräische Sprache, auch wenn sie nicht mehr gesprochen wurde, wieder zur lebendigen Sprache des heutigen jüdischen Volkes. Diese Wiederherstellung einer Sprache ist einmalig in der Menschheitsgeschichte. Es ist kein Zufall, dass nach zweitausend Jahren des Exils das auserwählte Volk zu dem Land unserer Vorväter zurückgeführt wurde und dass wir gleichzeitig geistlich durch den Messias zu Gott zurückgeführt wurden, wie es die jüdisch-messianische Bewegung in Israel und in der ganzen Welt bezeugt. Dies ist kein historischer Zufall, sondern der Plan Gottes! Vor 2500 Jahren sagte uns der Herr auch, dass die Rückkehr der Juden in ihr Land Anlass zur Reaktion bei den Nachbarn Israels geben würde: „Weil der Feind über euch sagt: „Haha!“ und: „Die ewigen Höhen, sie sind uns zum Besitz geworden!“; … Wahrlich, im Feuer meines Eifers habe ich gegen den Rest der Nationen geredet und gegen Edom insgesamt, die sich mein Land zum Besitz gemacht haben mit der ganzen Schadenfreude des Herzens, mit Verachtung der Seele, um sein Weideland zur Plünderung zu haben!“ (Hesek 36:2-5).

 

Auch wenn die Nationen an den Grenzen Israels das Land für sich in Anspruch nehmen und versuchen, dessen rechtmäßige jüdische Bevölkerung hinauszutreiben, weist Gott ihre Forderungen zurück. Auch wenn die Mehrheit des jüdischen Volks aus unserem Land verbannt wurde (es gab immer einen Überrest des jüdischen Volkes, der in Israel blieb), gibt das niemandem das Recht, das Land Israel für sich zu beanspruchen. Wenn ein Grundbesitzer schlechte Pächter hat und sie daher von seinem Land ausweist, heißt das nicht, dass er einen anderen erwartet, der das freie Grundstück übernimmt und für sich in Anspruch nimmt.

 

Aufgrund unserer Sünden wies der Besitzer Israels die meisten von uns aus dem Land aus, aber dies gab nicht den Römern, den Byzantinern, den Kreuzrittern, den Ottomanen oder den Arabern das Recht, Gottes heiliges Land für sich in Anspruch zu nehmen. Sind sie nicht einfach illegale Landbesetzer? Schließlich wird der Konflikt um das Land Israel die ganze Welt einbeziehen: Gott sagte im 6. Jh. v. Ch. durch den Propheten Sacharja im Kapitel 12, Vers 2-3 voraus: „Siehe, ich mache Jerusalem zu einer Taumelschale für alle Völker ringsum“ (die Nationen werden auf die Rückführung des jüdischen Volkes reagieren durch unsinniges Verhalten und irrationalen Hass). „Und auch über Juda: Es wird in Bedrängnis geraten zusammen mit Jerusalem. Und es wird geschehen an jenem Tag, da mache ich Jerusalem zu einem Stemmstein für alle Völker.“ (Israels Nachbarn wollen das verhasste „zionistische Gebilde“ zerstören, weil die Moslems weltweit predigen, dass die ganze Welt letztendlich unter die Kontrolle des Islam kommen wird. Ein jüdischer Staat mitten im moslemischen Nahen Osten stellt durch seine bloße Existenz eine Beleidigung für Allah und den Islam dar und muss zerstört werden. Der Islam kann keinen echten und stabilen Frieden mit Israel haben – nur eine begrenzte Waffenruhe. Die Kampfhandlungen werden von Neuem beginnen, wenn die Kraft des Islam erneuert wird. Eigentlich ist es ein religiöser Konflikt – kein politischer oder ökonomischer.) „Alle, die ihn hochstemmen wollen, werden sich wund reißen.“ (Die Nationen der Welt werden in diesen Konflikt einbezogen werden und werden versuchen, der jüdische Präsenz und Autorität von Jerusalem zu entfernen.

 

Jedoch, lassen Sie sich warnen, wird jede Nation, die versucht, das jüdische Volk von unserem Land und dessen Hauptstadt auszutreiben, schwere Schäden davon tragen). „Und alle Nationen der Erde werden sich gegen es versammeln.“ (Die Vereinten Nationen werden schließlich einen Krieg im Nahen Osten gegen Israel führen). Es ist erstaunlich zu sehen, wie dieser 2500 Jahre alte Plan vor unseren Augen Gestalt annimmt! Sacharjas Prophezeiung geht weiter und zeigt uns, dass die Armee der Vereinten Nationen vollständig geschlagen wird; der allmächtige Gott wird all die Nationen zerstören, die gegen Israel kämpfen; Israel wird durch ein Wunder vor der Vernichtung gerettet; das Volk wird auch geistlich errettet, indem es denjenigen erkennt, den es durchbohrt hat – den auferstandenen und verherrlichten Messias Jeschua!

 

Es wird eine sehr schwierige Zeit für das jüdische Volk sein, aber wir werden sie durch ein Wunder überstehen: „Wehe! Denn groß ist jener Tag, keiner ist wie er, und es ist eine Zeit der Bedrängnis für Jakob; doch wird er aus ihr gerettet werden.“ (Jer 30:7) Der Antisemitismus wird seinen Höhepunkt erreichen, wenn die Welt sich gegen Israel und das jüdische Volk wendet und zur Seite unserer Feinde steht. Mit Gottes Hilfe werden wir aber diese Feuerprobe durch eine einmalige Errettung überstehen. Israels Errettung und Segen wird dann zu den anderen Nationen der Welt überfließen! Der Allmächtige wird in ein starkes Gericht mit jeder Nation treten, die sich Ihm und Seinem Wort widersetzt hat, und es gewagt hat, irgendein Gebiet von diesem besonderen Land abzutrennen: „Denn siehe, in jenen Tagen und zu jener Zeit, wenn ich das Geschick Judas und Jerusalems wenden werde, dann werde ich alle Nationen versammeln und sie ins Tal Joschafat hinabführen. Und ich werde dort mit ihnen ins Gericht gehen wegen meines Volkes und meines Erbteils Israel, das sie unter die Nationen zerstreut haben. Und mein Land haben sie geteilt.“ (Joel 4:1-2)

 

Wenn der Messias Jeschua wiederkommt, wird das Schicksal des jüdischen Volkes sich ganz erfüllen und die Nationen werden nach Jerusalem zum Gericht zitiert, wo sie wegen Zerstreuung des jüdischen Volkes und Teilung unseres Landes verurteilt werden. Leider werden manche Christen diese Tatsachen nicht akzeptieren aufgrund ihrer „Ersatztheologie“, ihrer falschen Lehre, wonach Gott das jüdische Volk aufgegeben hat und es durch die Kirche ersetzt hat. Durch den Mund des Propheten Jeremia warnt uns der Herr ausdrücklich vor einer Theologie, die Israels Endbestimmung leugnet: „Hast du nicht gesehen, was dieses Volk redet, indem es sagt: Die beiden Geschlechter, die der HERR erwählt hatte, die hat er verworfen! - und wie sie mein Volk schmähen, dass es vor ihnen keine Nation mehr sei? So spricht der HERR: Wenn mein Bund mit dem Tag und der Nacht nicht mehr besteht, wenn ich die Ordnungen des Himmels und der Erde nicht festgesetzt habe, dann werde ich auch die Nachkommen Jakobs und meines Knechtes David verwerfen, dass ich nicht mehr von seinen Nachkommen Herrscher nehme über die Nachkommen Abrahams, Isaaks und Jakobs. Denn ich werde ihr Geschick wenden und mich über sie erbarmen.“ (Jer 33:24-26) Das zeigt uns, dass Gottes Verheißungen zum jüdischen Volk sich buchstäblich erfüllen werden! Christen müssen sich von der „Ersatztheologie“ distanzieren. Niemand, der für sich in Anspruch nimmt, dem Messias zu folgen, soll lehren oder glauben, dass das jüdische Volk verloren gegangen ist, vernichtet, ersetzt, für immer aufgegeben oder für alle Ewigkeit aus unserem Land weggeführt wurde.

 

Vergessen Sie nicht die Ermahnung von Rabbi Paulus, dem Apostel der Nationen, speziell an die Christen aus den Heiden, die ich hier zusammenfasse: „Erhebe dich nicht gegen die natürlichen Zweige, das jüdische Volk. Gott hat sie als Wurzel des Baums der Errettung auserwählt. Sie tragen dich – du trägst oder ersetzt sie nicht! Nur einige von ihnen wurden von dem Baum der Errettung abgebrochen – nicht alle. Außerdem ist es Gottes Plan, das ganze jüdische Volk wieder an den Baum der Errettung aufzupfropfen; sei also nicht überheblich oder arrogant dem jüdischen Volk gegenüber. Zeig ihnen Respekt, damit Gott dich nicht richtet!“ (Rö 11:17-24). Es sollte ein Trost für jeden Christen sein, wenn man weiß, dass Gott Seinen Bund mit dem jüdischen Volk nicht brechen will, auch ungeachtet unserer Sünden. Wenn Gott Seinen Bund mit dem jüdischen Volk (und mit dem Land Israel) wegen unserer Sünden gebrochen hätte, was dann mit zwanzig Jahrhunderte währenden Sünden der Kirche? Es stimmt, dass es einen treuen Überrest in der Kirche gegeben hat, genauso wie es immer einen treuen Überrest von Gläubigen in Israel gegeben hat, aber es gab auch eine endlose Aufeinanderfolge von Antisemitismus, Irrlehren, Abfall, Geldgier, Unsittlichkeit, Spaltungen und endlosen Macht- und Führungskämpfen innerhalb der Kirche. Sogenannte Christen haben in Christi Namen andere Christen gefoltert und getötet. Wenn Gott Seinen Bund mit Israel zurücknehmen kann, dann kann Er genauso leicht Seinen Bund mit der Kirche zurücknehmen! Aber der treue Gott wird nie irgendeinen seiner Bündnisse brechen – weder mit Israel noch mit der Kirche.

 

Als Christ musst du an der Seite Israels stehen und es so gut wie möglich unterstützen. Gottes alte Verheißung in 1 Mose 12:3 ist immer noch wirksam: „Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen.“ Und Gott versprach Israel: „Siehe, beschämt und zuschanden werden alle, die in Feindschaft gegen dich entbrannt sind. Es werden wie nichts und gehen zugrunde die Männer, die den Rechtsstreit mit dir führen. Du wirst sie suchen und nicht finden, die Männer, die mit dir zanken. Wie nichts und wie Nichtigkeit werden die Männer, die mit dir Krieg führen.“ (Jes 41:11-12) Christliche Kirchen sollten regelmäßig „für den Frieden Jerusalems“ beten und Gott bitten, Jeschua, den Friedefürst, wieder nach Jerusalem kommen zu lassen – der Stadt des Friedens –, damit Er auf dem Thron Davids regieren kann, und dabei Frieden, Wohlergehen und Recht für Israel und die anderen Nationen bringt.

 

Es wird im Nahen Osten oder auf der Erde nie Frieden geben, bis der Fürst Jeschua von Jerusalem aus regiert und Israel mit einer jüdisch-messianischen Bevölkerung wiederherstellt! Wir müssen auch für unsere arabischen Brüder beten, dass auch sie durch den Messias Jeschua eine Beziehung zu dem Gott Israels aufbauen. Anstatt uns zu verfolgen für den Tod Jeschuas, sich für jede Form von Antisemitismus stark zu machen und sich zur Ersatztheologie zu bekennen, sollten wahre Christen dem jüdischen Volk mit Liebe und Barmherzigkeit begegnen und uns helfen, Gott und den Messias zu finden. Weil Gott Israel gebraucht hat, um Heil zu den anderen Nationen zu bringen (das Heil ist aus den Juden), steht jeder Christ unter besonderer Pflicht, dem auserwählten Volk zu helfen, das schuldig geworden ist, damit es die richtige Beziehung zu Gott (durch den Messias Jeschua) findet. Rabbi Paulus, der Apostel der Heiden, erklärte: „Das Heil kam zu den Nationen, um Israel zur Eifersucht zu reizen.“ (Rö 11:11).

 

Wahre Christen sollten Erbarmen mit uns haben, uns lieben und uns zur Eifersucht reizen wegen ihrer Beziehung zu dem Gott Israels. Euer Friede und eure Freude, eure Liebe und euer Mitleid, und eure Beziehung zu Gott, zu dem Messias und zur Bibel sollten uns herausfordern, damit wir unsere Ablehnung von Jeschua überdenken! Zuletzt sollen Christen diejenigen unterstützen, die das jüdische Volk mit der Frohen Botschaft von dem Messias Jeschua erreichen wollen, und zwar diejenigen, die Israel nicht nur segnen, sondern auch diejenigen, die uns die Frohe Botschaft bringen. Die gottgewollte Vorrangigkeit der Weltevangelisierung fordert, dass die Frohe Botschaft des Messias zuerst dem jüdischen Volk gebracht wird (Rö 1:16).

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